Donnerstag, 14. August 2014

Throwback Thursday

Wie so viele beschränkt sich meine Internetpräsenz nicht nur auf ein Soziales Netzwerk, so kam ich nicht umher den Trend der "Wochentages-Tags" mitzubekommen. Egal ob auf facebook, Instagram oder YouTube, es scheint als hätte jeder Tag der Woche eine bestimmte "Bestimmung". So zeigt sich auch der Donnerstag als allgegenwärtiger "Throwback Thursday", an dem jederman alte Kinderbilder oder vergangene "Abenteuer" herauskramt. 

Um mich nun in die Blogger-Community direkt reinzudrängeln, habe ich mir überlegt "Warum etwas anderes machen?". Ich finde das Thema ziemlich spannend und denke, dass es einen selbst auch immer wieder zum Nachdenken bringt und die schönen Erinnerungen wieder hervorholt. Was kann daran denn schlecht sein??

So möchte ich den heutigen Donnerstag dazu nutzen mich an Vergangenes zu erinnern.
Ich habe die Rückfahrt von der Arbeit dazu genutzt nachzudenken was ich denn bereit bin mit der Öffentlichkeit zu teilen, 

Ich habe mich für den Tag an dem ich meine Muckis zu mir (damals noch uns) holte entschieden...
Ich erwähnte ja schon, dass ich die beiden gerne zum Thema mache ;)

Um die beiden kurz vorzustellen ein recht aktuelles Bild



Ich habe mich eigentlich nie für einen "Katzenmenschen" gehalten, tue ich heute auch nicht. Als Kind hatte ich kaum Berührungspunkte mit Katzen, als ich schon älter war (ca. 14 oder 15) haben sich mein Vater und seine Frau (<3) eine schwarze Katze namens "Kitty" geholt. Kitty (oder auch einfach nur "Katze") war nicht mein Fall. Während der Urlaubszeit kümmerte ich mich um sie, spielte und streichelte sie auch, aber dieser kleine hinterliste Funke in ihren Augen machte mich immer nervös. 
Auch wenn wir keine besten Freunde waren schmerzte es mich sehr als sie viel zu früh (mit nur ca. 2 Jahren) von uns ging. 

Bevor ich in meine erste eigene Wohnung zog habe ich mir fest vorgenommen mir Wellensittiche anzuschaffen. Ich mag Vögel. Im Gegensatz zu vielen anderen hatten wir damals zu Hause keine Hunde, Katzen, Hamster oder Meerschweinchen. Nein. Wir hatten Graupapageien, Fische, Frösche und Schildkröten (nicht alles auf einmal ;) ).

Ich mag Vögel, Papageien und Sittiche sehr, obwohl auch da ein angemessener Respekt meinerseits im Bezug auf Schnabel und Krallen herrscht.
Als es jedoch endlich soweit war und ich meine Sachen packte und alleine wohnte, war es eine Ein Zimmer Wohnung. Nein. Nein. Nein. Ich war (Gott sei dank) so vernünftig und habe mir, während ich in meiner 42 m² Wohnung gewohnt habe, keine tierischen Mitbewohner ins Haus geholt.

Doch dann kam der Umzug und ein flüchtiger Gedanke, der von meiner damals besseren Hälfte unbedingt umgesetzt werden musste.
Ich bin nur froh dass es keine Überraschung geworden ist, und ich die wichtigen Sachen klären konnte.

So machte ich mich im Oktober 2012 auf die Suche. Ebay Kleinanzeigen zeigte sich als Fluch und Segen zugleich. Ich hätte nie gedacht, dass es so viele (zumeist unseriöse) private Anbieter für Kätzchen gibt. Ich hatte bei meiner Suche nur wenige Bedingungen, ich wollte zwei Kater aus einem Wurf. Die Frage ob Katze oder Kater wurde durch die Erinnerung an Kitty und dem Funke in ihren Augen schnell geklärt.

Einen Tag vor Halloween sah ich ein Bild welches mir keine Ruhe mehr ließ


Die kleine Schnute mit der schwarzen Nase hatte es mir sofort angetan. Ich rief noch am selben Abend die Anbieter an und war froh gleich am nächsten Tag (31.10. - Halloween) vorbeikommen zu können und die Kitten anzusehen.

Wir fuhren damals mit einer Freundin meiner EBH (ehemals besseren Hälfte) in das kleine Dorf zu einem etwas heruntergekommenen Geflügelhof.
Ich war entsetzt. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Uns begrüßte eine (wahrscheinlich junge) Frau (die eine Haarwäsche ziemlich nötig hatte) und sie lotste uns über den kleinen Hof in einen Keller.

In diesem Keller befand sich das müffeligste und ekelhafteste Badezimmer überhaupt. Von dort wollte ich wirklich Kitten mitnehmen? Ich war kurz davor wieder umzudrehen, doch dann hörte ich das kleine hohe maunzen. 

Der Wurf bestand aus vier 8 Wochen alten Kater-Kitten, zwei schwarz-weiße und zwei rot getigerte. am liebsten hätte ich sie alle mitgenommen, aber es konnten leider nur zwei mit.

Die kleine schwarze Schnute war schon sicher, nun war es dran sich seinen Compagnon fürs Leben auszusuchen. Gerne hätte ich auch einen der roten Katerlis genommen, jedoch hätte die EBH darauf bestanden diesen dann "Garfield" zu nennen und das wäre für mich ein klarer Fall von Einfallslosigkeit gewesen. Zudem ist es seit mindestens 20 Jahren total ausgelutscht, dass man seinen roten Kater Garfield nennt.

Also kam zu der schwarzen noch die weiße Nase hinzu. wie man auf dem Bild schon erahnen kann musste der Gute noch etwas in sein "Gesicht" hineinwachsen. Viele hielten ihn lange für den "hässlichen" der beiden, aber nein, mein Doktor ist perfekt so wie er ist.

Beide Kater hatten außer dem kleinen Badezimmer noch nie etwas anderes gesehen, das heißt auch nicht den Tierarzt. So ging unser erster Ausflug zum wohnortnahem Tierarzt (welche ich immer noch aufsuche  und mehr als zufrieden bin), welcher uns den ersten Schock nach nur wenigen Minuten versetzte. Nach der Impfung und Untersuchung war klar, dass der kleine Jekyll nicht so fit war wie wir es erhofft hatten. Katzenschnupfen.

Ich dachte ich würde nun schon nach wenigen Tagen meinen kleinen Mitbewohner wieder verlieren. Jeden Morgen und jeden Abend kämpfte ich mit Augentropfen, Antibiotika und Hustensaft (für Kinder mit Himbeergeschmack) um dem kleinen Würmchen wieder auf die Beine zu helfen. Es gab viele Morgende an denen ich mich der Furcht aufwachte ein kaltes Fellknäuel einsammeln zu müssen. Fast zwei Monate hat es gedauert bis die Antibiotika wirkten und Jekyll den Katzenschnupfen endgültig los war.

Aus einem kleinen triefäugigem Fellknäuel mit viel zu großer Nase ist ein stattlicher aufgeweckter und frecher Kater geworden.

Mein dicker Anzugträger Hyde wurde natürlich währenddessen nicht vergessen. Neben den ganzen extras für den kranken Jekyll wurde Hyde immer mit verwöhnt und betätschelt. Was ihn dazu brachte mehr als gewollt zu wiegen und er mir nach dem letzten Tierarztbesuch den Transportkorb mitten in der Ubahn-Station durchbrach.

Von der Geschichte erzähl ich aber lieber ein anderes mal... Es wird ja noch so viele Möglichkeiten geben (Saturday = Caturday)!

Ich freu mich!
Steffi :)



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